| Teletakt & Co |
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Seite 1 von 4 Teletakt & Co. - notwendiges Hilfsmittel oder barbarische Tierquälerei? Voranstellen möchten wir die Feststellung, dass wir den Einsatz solcher Geräte
nicht verharmlosen, entschuldigen, verniedlichen oder gar fördern wollen! Wir sind dagegen sehr an einer sachlichen, nüchternen Diskussion interessiert, um das Für und Wider und vor allen Dingen die Modalitäten eines Einsatzes zu erörtern. Die sog. Stromreizgeräte dienen in erster Linie dazu, eine Möglichkeit zu haben, auch auf grössere Entfernung hin auf den Hund einwirken zu können. Die technische Seite sieht so aus: Es wird auf ein Funk-Kommando mittels Sender im Empfänger eine relativ hohe Spannung aufgebaut, die sich über zwei am Halsband angebrachte Elektroden schlagartig über die Haut des Hundes entlädt. Diese Empfindung erschreckt ihn und soll ein, dem jeweiligen Einsatzgrund entsprechendes Vermeidungsverhalten erzielen. Da wir diese Geräte an uns selbst häufig vor dem Einsatz zur Funktionsüberprüfung testen, wissen wir, dass die physiologische Empfindung nicht der ausschlaggebende Faktor ist, die ist nicht so schlimm, aber der Schreck-Faktor ist nicht zu verachten! Für Nicht-Techniker: Die 'relativ hohe Spannung' bedeutet nicht, dass sich der Hund „auf dem elektrischen Stuhl“ befindet, sondern es ist mehr der Effekt, den man erlebt, wenn man auf einem Plastik-Teppich läuft und dann eine Türklinke anfasst. Bei der Entladung, die Sie dabei erleben, haben Sie gerade mehrere tausend Volt gespürt! Aber mir ist kein Fall bekannt, dass dadurch jemand schon mal zu Schaden gekommen ist. Jedenfalls kann der Schreck erheblich sein – und wie fühlen Sie sich, wenn Sie das nächste mal an dieselbe Türklinke fassen sollen?? Genau dieser Effekt wird mit diesen Geräten ausgenutzt. Fangen wir damit an, zu fragen, warum überhaupt solche Geräte existieren. Kann man denn einen Hund nicht 'ohne' erziehen? Unsere Antwort: Fast immer – aber manchmal eben nicht. Bekanntlich gibt es erzieherische Stilrichtungen, bei denen jeglicher 'Zwang', jegliche 'Gewalt' abgelehnt wird. Ohne einen 'Nebenkriegsschauplatz' eröffnen zu wollen, möchten wir aber darauf hinweisen, dass Methoden, die einen Hund in eine andauernde Spannungs- bzw. Stresssituation bringen, mindestens genauso unangenehm sind, wie die Anwendung des Stromreizgerätes! An dieser Stelle möchten wir noch feststellen, dass es unserer Meinung nach eher unerheblich ist, ob ein elektronisches „Gestanksprühgerät“ oder ein Stromreizgerät benutzt wird. Möglicherweise ist der länger wirkende Gestank von Bitterölen und sonstiger „Essenzen“ sogar unangenehmer als der nur Millisekunden dauernde physiologische Reiz des Teletaktgerätes. Wie bereits erwähnt, ist ja in beiden Fällen die gravierende Schreckwirkung bestimmend. Schauen wir uns am besten an einem konstruierten, aber für uns repräsentativen Fall an, worum es überhaupt geht: Eine Familie hat sich einen Hund zugelegt, einen Retriever, einen Schäferhund, einen Collie, einen Mischling oder was auch immer. Der Hund wächst heran, es gibt keine Probleme. Es fällt aber schon auf, dass das jetzt vielleicht sechs Monate alte Hündchen gern die Kaninchen am Heckenweiher jagt. Die schaffen es aber immer rechtzeitig in ihren Bau... Dann erzählt Daddy nach dem Sonntagsspaziergang, dass er mindestens zwanzig Minuten auf den Hund an einer Schonung gewartet hatte, bis der geruhte, wieder zu erscheinen. Einige Zeit später war es dann soweit: Wieder beim Sonntagsspaziergang, diesmal war es schon dämmrig, überquerte ein Reh den Weg und der Hund war sofort weg. Kein rufen half. Dann hörte man einen Schuss vom Waldrand her. Mit schlotternden Knieen ging man in die Richtung und hörte vom Hochsitz eine Stimme:“Wenn ich das nochmal sehe, erschiesse ich den Hund!!“ Der Jagdpächter hatte einen Warnschuss abgegeben, um die Leute zu erschrecken. Am nächsten Tag klingelt bei 'Den Hundetrainern' das Telefon... |

